Dank unbürokratischer Hilfe zum eigenen Zuhause

Gantschimeg ist seit mehreren Jahren auf sich alleine gestellt. Ihr er Mann ist bereits vor mehreren Jahren verstorben. Dank unbürokratischer Hilfe von Bayasgalant war es ihr möglich, für die Familie eine sichere Bleibe zu schaffen.

Als wir Gantschimeg an diesem Morgen aufsuchen, ist sie bleich im Gesicht. Es geht ihr gesundheitlich wieder etwas schlechter. Bei der 45-Jährigen wurde vor einer Weile Gebärmutterkrebs diagnostiziert. Nach einer Operation sollte sie sich nun erholen, aber ihr Alltag ist zu schwer, als dass Erholung ein grosses Thema wäre.

 

In den Sommermonaten rafft sie sich jeweils auf und verkauft Kuchen auf der Strasse. Das damit verdiente Geld muss aber auch über den langen Winter reichen. Denn wenn es kühler wird in den Jurtenvierteln von Ulaanbaatar, lässt es Gantschimegs Gesundheit nicht mehr zu den ganzen Tag draussen zu stehen und ihre Kuchen an den Mann zu bringen.

Abbezahlung durch Arbeit

Zu Hause gibt es auch keine Möglichkeit sich gross auszuruhen: Zum einen macht sie sich fast ständig Sorgen um die Zukunft ihrer beiden Kinder, zum Anderen muss Gantschimeg sich auf den Winter vorbereiten: Sie muss für den Winter Kohle beschaffen, muss Vorräte angelegen und ihre Jurte Winterdicht machen. Eine Jurte, die sie sich nur dank der Hilfe von Bayasgalant leisten konnte.

 

Vorher lebte sie mit ihren beiden Kindern Bilgun und Doljinsuren mal hier, mal da. Immer mit der Angst im Nacken, am nächste Tag von den Besitzern der Jurte weggejagt zu werden. Als Bayasgalant von der unsicheren Wohnsituation der Familie erfuhr, wurden mit der Mutter Abmachungen für die Vergabe eines Darlehens getroffen. Sobald sie eine gebrauchte Jurte fand, wandte sich Gantschimeg an uns. Daraufhin wurde die Jurte gekauft und mit der Mutter einen Rückzahlungsvertrag unterzeichnet. Da sie praktisch keine Möglichkeit hat, die Kaufsumme in Form von Geld zurückzubezahlen, kommt Gantschimeg seither jeden Samstag in die Tagesstätte zur Arbeit. Da hilft sie die Kinder zu duschen oder Gemüse in der Küche zu rüsten. Sie macht, was gerade ansteht und was für sie wegen ihres gesundheitlichen Zustands nicht zu anstrengend ist. Pro Monat wird ihr so etwas vom Kaufpreis abgezogen. Gantschimeg kommt gerne in die Tagesstätte, hat sich gut ins Team integriert und ist stolz auf ihre Leistung, ihrer Familie ein zu Hause bieten zu können.